Schlachthof

Stadtdokumentation Jena

 

Geschichte

Der Jenaer Schlachthof, dessen Vorgeschichte weit zurück in die DDR-Zeit reicht, hatte bis 2012 noch 4000 Schweine und 200 Rinder pro Woche geschlachtet. Rund 300 Tonnen Schweinefleisch und 40 Tonnen Rindfleisch zerlegten die Mitarbeiter wöchentlich. Damit belieferte man zahlreiche Fleischereien und Großküchen in der Region. Man betrieb außerdem zwei Fleisch- und Wurstverkaufsstellen mit Imbissangeboten in der Löbstedter Straße sowie im Bunten Haus in der Rathausgasse. Dann folgte die Insolvenz im Januar 2013, Mitarbeiter hatten seit Oktober 2012 keinen Lohn mehr erhalten. Das Veterinäramt stoppte die Schlachtung wegen erheblicher hygienischen Mängel. Nach der Aufnahme der Arbeit des Insolvenzverwalters wurden die Schlachtbedingungen besser und rund die Hälfte der ursprünglichen Mitarbeiter konnten weiter beschäftigt werden. Allerdings folgte im August 2013 das endgültige Aus.

Nachdem ein Unternehmen aus Darmstadt Anfang 2015 das Areal übernommen hatte, wurden Teile des Schlachthofs abgerissen oder antkernt. Danach fiel das Gelände wieder in einen Schlaf.

Seit Mitte 2017 wird ein Teil des Areals als "KulturSchlachthof" genutzt

Fotos

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